Faszientraining

Faszientraining mit einem Foam Roller oder der so genannten Blackroll hält immer mehr Einzug im Trainingsalltag vieler Sportler. Vor allem im Bereich Rehabilitations- und Präventionstraining hat er in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.


Hat man noch vor wenigen Jahren die Faszien nicht wirklich beachtet, so weiß man heute, dass ein spezielles Training den Körper schon im Vorhinein vor Verletzungen schützen kann oder Verletzungen schneller heilen lässt. Auch gängige Probleme wie Rückenschmerzen oder Schulter-/ Nackenverspannungen kann man mit Hilfe der Produkte von Blackroll selbst behandeln. Es folgt ein kurzer Einblick in die Bereiche Faszien sowie richtiges und effektives Arbeiten mit der Blackroll.

 

Was sind Faszien?

 

Die Muskulatur kann nur funktionieren, weil sie im Wesentlichen durch ein wichtiges, aber oft übersehenes Gewebe zusammengehalten wird: die Faszien. „Faszie“ bedeutet Binde bzw. Verbund. Faszien umspannen alle Muskeln, Bänder, Sehnen sowie die „eigentlichen Faszien“ in der Gestalt von flächigen, festen Bindegewebsschichten. Dieses körperweite Netzwerk bildet unseren individuellen „Ganzkörperanzug“ und hält den Körper sozusagen als Ganzes zusammen. Es schützt den Körper und wirkt bei Bewegungen wie ein elastischer Stoßdämpfer. Die Faszien haben einen großen Einfluss darauf, wie wir uns bewegen, auf unsere Haltung, unser Schmerzempfinden und die Muskulatur.

 

Durch Verletzungen, intensives Training oder eine länger andauernde Ruhigstellung werden die Fazisen dehydriert. Die Folge: Sie sind nicht mehr so elastisch und verkleben - und damit ist der Körper verletzungsanfälliger. Mithilfe der Blackroll wird die Durchblutung der Muskeln angeregt, es kommt zu einer schnelleren Regeneration und Muskelverspannungen lösen sich. Man spricht in diesem Zusammenhang von SMR, was für „Self Myofascial Release“ (eigene myofasziale Entspannung) steht. Dies ist eine effektive Technik, um Spannungen und Verwachsungen (Adhäsionen) in den Muskeln und dem umliegenden Fasziengewebe mithilfe zum Beispiel einer Blackroll zu lösen.

 

Richtiges und effektives Arbeiten mit der Blackroll – so funktioniert´s:

 

Die Blackroll kannst du sowohl vor dem Training als auch nach dem Sport perfekt nutzen, um deine Muskulatur und dein Bindegewebe selbst zu behandeln.

 

Vor einem Wettkampf oder einer Trainingseinheit solltest du in etwas schnellerem Tempo über die Blackroll rollen, um deine Muskulatur zu aktivieren und somit optimal auf die Belastung vorzubereiten.  Nach dem Sport solltest du deine Muskulatur bzw. deine Faszien in langsamem Tempo bearbeiten, um so den Muskeltonus wieder zu senken und dein Gewebe zu entspannen. Hierfür rollst du in gleichmäßigem, ruhigem Tempo mehrmals die Muskulatur vom Ansatz bis zum Ursprung aus, also von unten nach oben und umgekehrt. Manche Stellen können dabei etwas unangenehmer sein. Auf diesen Punkten, den so genannten Trigger-punkten, verharrst du so lange, bis der Schmerz spürbar leichter wird oder sogar ganz verschwindet. Das Wichtigste dabei und im allgemeinen Umgang mit der Blackroll ist eine ruhige, gleichmäßige Atmung und dass du „lockerlassen“ kannst. Sind die Schmerzen allerdings zu unangenehm, ist es sehr hilfreich, den Druck auf die Rolle zu verringern, etwa indem du an einer Wand rollst.

 

Sollten Asymmetrien oder auch Bewegungseinschränkungen vorliegen, eignen sich die Produkte von Blackroll optimal, um diese Dysbalancen auszugleichen, das Bewegungsausmaß, also die so genannte „Range of Motion“ (ROM) zu verbessern und dadurch falsche Bewegungsmuster wieder zu korrigieren. Hierfür ist es ebenfalls sinnvoll, dies zu Beginn einer Trainingseinheit durchzuführen. Solltest du Körperbereiche haben, bei denen es an der nötigen Mobilität und Flexibilität mangelt, zum Beispiel häufig zu sehen im Schulterbereich oder an der Beinrückseite, kannst du hier gezielt mit der Blackroll Verklebungen lösen, die Muskulatur und die Faszien wieder gleit- bzw. dehnfähiger machen und erlangst so eine erweiterte ROM. Im anschließenden Training kannst du nun Bewegungen leichter und sauberer ausführen, dein Bewegungsmuster verbessert sich und die Effizienz und Leistung werden gesteigert.

 

Wir bei OutdoorCircuit nutzen deshalb regelmäßig die Blackroll oder eine der vielen weiteren Produkte von Blackroll wie den Blackroll Ball. Mit diesen Tools lassen sich schon bei der ersten Anwendung spürbare Effekte erzielen und bei regelmäßigem Gebrauch stellt sich eine nachhaltige Verbesserung der Gewebequalität und des Bewegungsempfindens ein.

 

Zusammenfassung – Vorteile der Blackroll:

 

✓ Steigert die Flexibilität, Mobilität und Leistung der Muskulatur.

✓ Beugt Muskelschmerzen vor und verhindert typische Verletzungen wie Muskelschäden, die durch  Überbeanspruchung auftreten.

✓ Gezielte Regeneration der Muskeln und Steigerung der Blutzirkulation.

✓ Verbesserung der Körperhaltung und des Bewegungsmusters.

✓ Stimuliert das Zirkulieren von mehr nährstoffreichem Blut, für ein beruhigendes Hautbild und Reduzierung von Cellulite.

 

Bei Fragen zur Anwendung der Blackroll und wie du zu einer Blackroll kommst, frage deinen OC Trainer.

Viel Spaß und Erfolg beim Training

Euer Coach Markus

Autor:

Markus Friedrich ist Diplom Sportwissenschaftler und Leiter von OutdoorCircuit Freising. Im Juni 2014 eröffnete er Freisings erstes Personal Training Studio in der Düwellstraße. Dort hat er sich zum Ziel genommen, Sie als Kunden mit individueller, persönlicher Betreuung und ehrlicher Arbeit wieder für Sport und Bewegung zu begeistern. Seine eigene Begeisterung für Sport und Training entdeckte Markus bereits in seiner frühen Kindheit. Am meisten prägte ihn der Fußball, den er mit großer Hingabe sowohl als Spieler als auch als Jugendtrainer praktizierte. Nach seinem Sportstudium begann er mit dem Triathlon, wo er mittlerweile schon einige Erfolge feiern konnte. So zählt die erfolgreiche Teilnahme am Ironman 2012 in Regensburg sicher zu einem seiner größten sportlichen Highlights in seinem Leben. Markus gelingt es mit seiner sympathischen, lockeren und kompetenten Persönlichkeit, dass er seine Begeisterung für Sport auf andere übertragen kann.

 

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